GENEALOG Filename: HORIZONS posted: 12 June 1994 > From ccwn.fido.de!Ewald_Keil Sun Jun 12 05:08:52 1994 > From: Ewald_Keil@ccwn.fido.de (Ewald Keil) > Subject: Horizons > To: cmanis@csoftec.csf.com +-----------------------------------------------------------------------------+ | | | The following German text was published in two parts, by the German | | genealogical magazine FAMILIENKUNDLICHE NACHRICHTEN (May-June and July- | | August 1994), edited by | | Verlag Degener & Co., Postfach 1360, D-91403 Neustadt/Aisch, Germany. | | | | | Its title and subtitle "HORIZONTE (VERNETZTE FAMILIENFORSCHUNG)" mean | | "HORIZONS (GENEALOGY IN NETWORKS)". | | | | Its topics are: | | - a survey on the present state of genealogy in Germany, | | - a comparison with the situation in the U.S.A., | | - a short description of ROOTS-L and LISTSERV@MAIL.EWORLD.COM (Internet), | | - a short description of the GEDCOM server GENSERV@CSF.COM (Internet). | | | | | | Thanks to Cliff Manis who offered me the opportunity to store my text on | | his system, unformated and with all its German special characters, which | | possibly won't appear correctly on your normal American screen. | | | +-----------------------------------------------------------------------------+ | | | If any of my readers had interesting informations as to these topics, | | I would appreciate receiving them. My present network addresses are at | | the bottom lines. | | | | Filderstadt/Germany, June 1994 | | Ewald Keil | +-----------------------------------------------------------------------------+ HORIZONTE (Vernetzte Familienforschung) Von Ewald Keil, Asternweg 13, D-70794 Filderstadt Horizonte liegen dort, wo Sicht oder Anschauung ihre Grenzen finden, doch auch jenseits des eigenen Gesichtskreises gibt es Interessantes. Anmerkungen: (1) Der Text will nicht aufreizen, sondern anreizen. (2) Zahlenangaben sind meist gerundet. Es gibt heute bereits eine gute Auswahl deutschsprachiger Programme, mit denen der Familienforscher seine Daten erfassen, verarbeiten und (z.B. ueber eine GEDCOM-Schnittstelle) mit anderen Forschern austauschen kann. Wir sammeln seit 5 Jahren im DAGV-Projekt FOKO (FOrscherKOntakte) die Perso- nendaten unserer Ahnen, konsolidieren sie in etwa 20 Baenden von Regionallisten und geben diese gegen eine Schutzgebuehr an Interessenten weiter (urspruenglich nur an DAGV-Mitglieder). Die Daten jeder Ahnenperson sind in einem eigenen FOKO-"Datensatz" gespeichert. Durch Beschraenkung auf die notwendigsten Personendaten umfasst ein FOKO-Daten- satz lediglich 100 Zeichen; dadurch stellen FOKO-Daten eben nur einen Index dar, der Forscherkontakte foerdern und weitergehende Forschung unterstuetzen soll. Uebrigens: auf eine einzige CD-ROM in der Groesse, wie es sie heute als Musik-CD gibt, passen ueber 6 Millionen FOKO-Datensaetze. Mir ist unbekannt, wieviel FOKO-Datensaetze bisher gesammelt wurden. 250.000 Da- tensaetze sind in der FOKO-Datenbank der DAGV-gefoerderten COMP-GEN.BOX (ge- nealogische Mailbox in Darmstadt; Tel. 06151-424941) gespeichert. Diese Mailbox enthaelt auch eine Registerdatenbank zum Deutschen Geschlechterbuch (Endausbau 500.000 Datensaetze) und ein Register zur Ahnenlistenkartei (100.000 Daten- saetze). Jeder Forscher kann die eben erwaehnten Datenbanken online durchforschen; d.h. er muss nicht DAGV-Mitglied sein, braucht zum Zugriff von seinem PC auf die Mailbox aber ein Modemgeraet und ein Kommunikationsprogramm, mit welchem er ueber eine normale Telefonleitung die Verbindung zur Mailbox herstellt. Dies kann bei grossen Entfernungen zur Mailbox zu ebensolchen Telefonrechnungen fuehren. Ausserdem werden Zugaenge zu zentralen Einrichtungen leicht zu "Flaschen- haelsen". Seit einigen Jahren setzt sich eine andere Art von Informationsbeschaffung durch, naemlich mittels elektronischer Privatpost (Privatpost heisst im FIDO-Netz "Netmail" = Netzpost, im INTERNET-Netz "E-Mail" = Electronic Mail = elektroni- sche Post). Hierbei sendet ein Forscher ueber seine Stamm-Mailbox (moeglichst im Telefon-Nah- bereich!) eine festgelegte Abfrage per Netzpost kostenguenstig an einen Informa- tionsanbieter (z.B. an eine Mailbox mit Datenbanken). Der Informationsanbieter verarbeitet die Abfrage-Netzpost automatisch und sendet das Ergebnis wieder per Netzpost zum Abfrager zurueck. Informationen ueber elektronische Netze, sowie ueber Privatpost und Konferenzpost in elektronischen Netzen, finden Sie in den FAMILIENKUNDLICHEN NACHRICHTEN, Juli - Oktober 1993 (Artikel Point oder nicht Point). Durch obige Abfrage per Netzpost ist der Forscher zwar nicht mehr direkt (=online) mit der Datenbank-Mailbox verbunden, und das Ergebnis ist nicht sofort verfuegbar, aber dieses Vorgehen spart Kosten, und die Mailbox kann in der gleichen Zeit mehr Benutzer bedienen. Solche Abfragen haben zudem den Vorteil, dass auch ein Auslaender ohne gute Deutschkenntnisse (die er zum Verstehen eines Online-Dialoges mit der Mailbox braeuchte) und ohne teure Online-Uebersee-Telefonverbindung Auskuenfte aus unseren Datenbanken bekommen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass der Forscher die Abfrage aus seinem eigenen Netz ins Netz des Informationsanbieters, und dass der Informationsanbieter die Antwort ins Netz des Forschers schicken kann - falls die beiden nicht im gleichen Netz sind. Wenn wir die von Familienforschern am haeufigsten benutzten Netze FIDO und INTERNET betrachten, ist diese Voraussetzung mittels bestehender Gateways (siehe dazu im oben erwaehnten Artikel Point oder nicht Point) gut erfuellbar. Bedauerlicherweise wird diese Abfrageart von unseren deutschen Mailboxen gar nicht oder nur ansatzweise geboten. Die Software fuer elektronische Vernetzung (Kommunikations-, Offline-Leser-, Hilfs- und Point-Programme) stellt fuer viele unserer Familienforscher leider noch eine Huerde dar. Auf Grund fehlender deutscher Nachfrage gibt es bisher nahezu nur englischsprachige Programme - ein "Teufelskreis". Werfen wir nun einen kurzen Blick ueber unseren deutschen Horizont hinaus, z.B. nach Nordamerika. Die meisten Hinweise auf die dortigen Moeglichkeiten fuer Familienforscher ver- danke ich meinem Forscherfreund Fred Rump in Beverly, NJ, mit dem ich eine lebhafte elektronische Korrespondenz fuehre, ohne ihn persoenlich zu kennen. Waehrend er nach seinen Vorfahren von einem INTERNET-Anschluss aus forscht, bin ich durch meine Stamm-Mailbox ins FIDO-Netz eingebunden. Da aber meine Stamm- Mailbox Verbindung zu einem privaten INTERNET-Gateway besitzt, habe ich zusaetz- lich eine INTERNET-Adresse, mit welcher ich allerdings lediglich Offline- Dienste des INTERNET nutzen kann (d.s. Privatpost und Konferenzpost). Aus zahlreichen Beitraegen und eigenen Aktivitaeten in internationalen genealogi- schen Konferenzen und Netzen habe ich folgende Eindruecke gewonnen: Nordamerikanische Familienforscher nutzen weit mehr als wir die genealogischen Forschungseinrichtungen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ("LDS" = Latter-Day Saints, "Mormonen". Auch bei uns koennen LDS-Archive inzwi- schen viele verfilmte deutsche Kirchenbuecher zur Ausleihe anbieten. Die unseren DAGV-Verbaenden entsprechenden genealogischen Vereine Nordamerikas bieten meist auch Nichtmitgliedern bereitwillig Service und Zusammenarbeit; der Monopol-Eindruck fehlt dort. Die nordamerikanischen Archive kennen kein "Ladenschlussgesetz". Sie sind z.T. auch sonntags geoeffnet. Unsere amerikanischen Forscherkollegen versichern, es sei unwahrscheinlich, dass Ihnen die Bitte um Zugang zu einem ihrer Pfarr- oder oeffentlichen Archive unbe- antwortet bleibt, bzw. dass man Ihre Anfrage direkt an einen teuren beruflichen Forscher mit Zugangsberechtigung weiterreicht. Im Unterschied zu uns und unserem TELEKOM-Monopol war und ist es in Nordame- rika leichter, den Schritt von der Papier- zur Computer- und Kommunikations-Ge- nealogie zu tun. Entsprechend umfangreich ist das Angebot an genealogischen Programmen. George Archer (Adressen: GArcher@BIX.COM bzw. 1:109/302) gibt eine Uebersicht darueber heraus und moechte mit Hilfe unserer Programmautoren oder der Redaktion unserer Zeitschrift COMPUTERGENEALOGIE (Sonderheft zu Forscherpro- grammen) auch deutsche Familienforschungsprogramme aufnehmen. Waehrend bei uns das FIDO-Netz die beherrschende Rolle fuer Familienforscher spielt, trifft man in Nordamerika auch zahlreiche Forscher im INTERNET an. Selbst wenn man die unterschiedlichen Einwohnerzahlen beruecksichtigt: die elek- tronischen genealogischen Konferenzen Nordamerikas weisen weitaus mehr Teil- nehmer und Beitraege auf als unsere einzige deutsche genealogische Konferenz GENEALOGY.GER, welche zudem durch die fast ueberwundene Spaltung des deutschen FIDO-Netzes (ausgeloest durch einen Zusammenprall netz-obrigkeitlicher Willkuer mit knotenseitigem Kohlhaas'schen Widerstand) beeintraechtigt wurde. FOKO ist in Nordamerika kaum bekannt; da koennte die DAGV bei zahllosen Deutschstaemmigen offene Tueren einrennen. Allerdings haelt sich die Freude unserer nordamerikanischen Vettern in Grenzen, sobald sie erfahren, dass sie fuer sinnvolle elektronische FOKO-Abfragen mittels Modem eine teure Online-Telefon- verbindung nach Deutschland herstellen muessen, die umso teurer wird, je schlechter sie den Online-Dialog mit einer deutschen genealogischen Mailbox beherrschen. Darauf, liebe Leserin und lieber Leser, entgegnen Sie vielleicht: die gleichen Probleme haetten wir doch auch, wenn wir in Nordamerika forschen wollten. Das stimmt jedoch nicht ganz. Es gibt dort interessante Ansaetze, von denen ich Ih- nen einige kurz vorstellen moechte. Und falls Sie meine bisherigen Artikel beherzigt haben, koennen Sie diese Ansaetze sofort selbst testen. ROOTS-L und LISTSERV ___----------------- Unsere Hochschulen sind normalerweise ans INTERNET angeschlossen. Mir persoenlich ist aber keine deutsche Hochschule bekannt, wo Historiker und Informatiker sich zusammengetan haetten, um genealogische Datenbanken aufzu- bauen, auf die ausser Hochschulbenutzern auch externe Familienforscher zugreifen koennen, sei es ueber INTERNET oder durch andere Medien. (Vielleicht hat sich bisher nur kein Verband darum bemueht). Lesen Sie nun bitte, was die North Dakota State University (in Fargo, North Dakota, USA) Ihnen bieten kann. Die dortige Organisation North Dakota Higher Education Computer Network und ei- nige engagierte Familienforscher stellen weltweit allen Familienforschern, wel- che Privatpost ins INTERNET senden und daraus empfangen koennen (die also einen direkten INTERNET-Anschluss oder, wie ich, aus dem FIDO-Netz Zugang zu einem IN- TERNET-Gateway haben), auf einem IBM-Grossrechner die Dienste ROOTS-L und LISTSERV zur Verfuegung. ROOTS-L (ROOTS Mailing-List) ROOTS-L ist eine sog. Mailing-List. Das ist eine Art elektronische Konferenz, aehnlich den in Point oder nicht Point (s.o.) beschriebenen ueblichen Konferen- zen, aber mit anderem Charakter. Eine uebliche elektronische Konferenz ist so etwas wie ein kollektiver Konferenz- Postsack, der von einem Netzknoten zum anderen um den Globus weitergereicht wird, wobei jeder Benutzer eines dieser Knoten dem Postsack seine eigenen Konferenz-Beitraege hinzufuegen kann und alle im Postsack enthaltenen Beitraege lesen und kopieren darf. Zur einer Mailing-List-Konferenz schickt man seinen Beitrag hingegen als elek- tronische Privatpost an die Netzadresse der Mailing-List(-Zentrale), wo alle Beitraege gesammelt werden. Von dort aus werden die Beitraege dann wiederum als Privatpost an die Netzadressen aller Teilnehmer verschickt, welche die Konfe- renz abonniert haben. Da die Namen der Teilnehmer in einer "Postversand-Liste" stehen, benutzt man fuer diese Art von Konferenz den englischen Begriff "Mailing-List". Eine Mailing-List ist von der Postverteilung her zwar etwas aufwendiger, hat aber gegenueber den ueblichen Konferenzen einige Vorteile: (1) Man bekommt die Beitraege normalerweise schneller, sicherer und vollstaendi- ger (Versand als Privatpost; Transport z.B. ueber INTERNET). (2) Eine Mailing-List-Zentrale koennte zugleich Zugriff auf weitere Konferenzen des gleichen Netzes und/oder anderer Netze haben, welche die Stamm-Mailbox des Mailing-List-Teilnehmers ueberhaupt nicht fuehrt. Dadurch kann der Teilnehmer in den Genuss zusaetzlicher Konferenzen kommen. (3) Mailing-Lists eignen sich gut fuer geschlossene Benutzergruppen (z.B. fuer eine interne Konferenz eines genealogischen Vereins). ROOTS-L ist eine internationale genealogische Mailing-List im INTERNET, mit ge- genwaertig 2.000 Teilnehmern; die Konferenzsprache ist Englisch. Ihre Zentrale hat die INTERNET-Adresse ROOTS-L@VM1.NoDak.EDU (Sie duerfen die Elemente einer INTERNET-Adresse gross, klein oder gemischt schreiben; das dient lediglich der Lesbarkeit und hat sonst keine Auswirkung). Administrator von ROOTS-L ist Cliff Manis. Jeder von uns darf sich kostenlos und ohne rechtliche Bedingungen an ROOTS-L beteiligen. Die Verhaltensregeln fuer Teilnehmer entsprechen den amerikanischen Regeln fuer guten Umgang in elektronischen Netzen; Ueberwachungs- und Zulassungs-Gehabe wie in manchen unserer deutschen FIDO-Konferenzen ist dort fremd. ROOTS-L bietet uns u.a. den Zugang zu einer interessanten internationalen genea- logischen Konferenz des INTERNET/USENET, die der normale FIDO-Benutzer nicht sieht: SOC.ROOTS. SOC.ROOTS hat Tausende von Konferenzteilnehmern. Wenn Sie eine Nachricht (z.B. eine Frage) per Netzpost an ROOTS-L (Adresse s.o.) senden, erscheint diese auto- matisch in SOC.ROOTS, und die Antworten aus SOC.ROOTS erhalten Sie, wie (fast) alle uebrigen Beitraege aus SOC.ROOTS, wiederum per Netzpost, ueber ROOTS-L. Wie koennen Sie nun Teilnehmer von ROOTS-L werden? LISTSERV (Server fuer die Mailing-List ROOTS-L) Die oben genannte INTERNET-Adresse ROOTS-L@VM1.NoDak.EDU fuer ROOTS-L dient ausschliesslich (!) der vollautomatischen Entgegennahme und Verteilung Ihrer Textbeitraege fuer die Mailing-List. Wenn Sie sich als Teilnehmer der ROOTS-L-Mailing-List anmelden wollen, bzw. nach der Anmeldung ihr Benutzerprofil aendern moechten, so muessen Sie sich an eine ganz andere INTERNET-Adresse, naemlich an LISTSERV@MAIL.EWORLD.COM wenden. Auch hinter dieser Adresse sitzt kein menschliches Wesen, sondern der automa- tisch arbeitende Grosscomputer der Universitaet von Nord-Dakota. Zur Anmeldung als Mailing-List-Teilnehmer schicken Sie an die LISTSERV-Adresse eine E-Mail mit leerem "Betreff"-Feld, die als Nachrichtentext nur die folgende Zeile enthaelt: SUBSCRIBE ROOTS-L vorname nachname Darin ersetzen Sie die beiden Woerter "vorname" und "nachname" durch Ihren eige- nen Vor- und Nachnamen. Das ist auch schon alles. Sie bekommen als neuer Teil- nehmer von ROOTS-L als erstes per privater Netzpost eine Reihe von (englischen) Informationen ueber ROOTS-L und wie Sie Ihr ROOTS-L-Benutzerprofil selbst steuern koennen. Wollen Sie Ihre Teilnahme an ROOTS-L "kuendigen", so senden Sie genau wie bei der Anmeldung eine E-Mail, nur dass die Textzeile hierbei lauten muss: UNSUB ROOTS-L ROOTS-L plus SOC.ROOTS erzeugen zahlreiche Beitraege. In den 7 Tagen vom 22.02. bis 28.02.1994 zaehlte ich ueber 700. Daher ist es vielleicht sinnvoll, wenn Sie sich zunaechst nur das das taegliche Verzeichnis der Beitraege schicken lassen. Sie erreichen das, indem Sie an die obige LISTSERV-Adresse eine E-Mail mit lee- rem Betreff-Feld und folgendem einzeiligen Text senden: SET ROOTS-L INDEX Jeder Beitrag hat in den Verzeichnissen eine eindeutige Nummer. Sie koennen den Volltext des Beitrag mit der Nummer nnnnn auch noch nach Jahren (ab 1989) an- fordern, indem Sie an LISTSERV eine E-Mail mit folgendem Text senden: /SHIP ROOTS-L nnnnn Ueber LISTSERV haben Sie ausser der Mailing-List ROOTS-L aber noch weitere genea- logische Dienste im Zugriff, von denen ich nur FAMILY, FAQ und GENEALOG kurz beschreiben moechte. FAMILY (Index von Familiennamen) Jeder Familienforscher kann hier Familiennamen eintragen lassen, zu denen er Forschungsdaten besitzt, wenn er bereit ist, diese Daten auch anderen Forschern zu ueberlassen. Die Familiennamen-Informationen werden alphabetisch sortiert in mehreren Listen- dateien gespeichert. Das Verzeichnis dieser Listendateien erhaelt man, indem man (wie bei der Anmel- dung zu ROOTS-L) eine E-Mail mit leerem Betreff-Feld und der Textzeile GET FAMILY INDEX an die LISTSERV-Adresse sendet. Danach kann man sich jede gewuenschte dieser Listendateien per E-Mail schicken lassen, indem man eine E-Mail mit leerem Betreff-Feld und der Textzeile GET FAMILY dateiname an die LISTSERV-Adresse schickt, wobei Sie fuer das Wort "dateiname" bitte den Namen der gewuenschten Listendatei angeben. (Vorsicht: Groesse der Dateien beachten! Grosse Dateien ergeben sehr viele E-Mails.) FAQ (Frequently Asked Questions = haeufig gestellte Fragen) Die haeufig gestellten Fragen mit den zugehoerigen Antworten stehen in mehreren Textdateien zur Verfuegung. Das Verzeichnis der Textdateien erhalten Sie durch eine einzeilige E-Mail mit dem Text: GET FAQ INDEX Anforderung einer Textdatei durch eine einzeilige E-Mail mit dem Text: GET FAQ dateiname Fuer das Wort "dateiname" bitte den Namen der gewuenschten Textdatei angeben. GENEALOG (Textdateien ueber Genealogie) Etwa 200 Textdateien. Anforderung des Verzeichnisses aehnlich wie oben bei FAMI- LY, aber der einzeilige Text muss hier etwas anders lauten: /FILES ROOTS-L. Anforderung einer einzelnen Textdatei durch eine einzeilige E-Mail mit dem Text GET GENEALOG dateiname Fuer das Wort "dateiname" bitte den Namen der gewuenschten Textdatei angeben. GENSERV (Server fuer GEDCOM-Daten) ___---- GENSERV enthaelt genealogische Daten, die urspruenglich von Forschern als GEDCOM- Dateien hier eingereicht wurden. (Zu GEDCOM siehe FAMILIENKUNDLICHE NACHRICH- TEN, Juli - August 1992.) Diese Datenbank kann man durchforschen, indem man per E-Mail bestimmte Befehle an die INTERNET-Adresse von GENSERV (s.u.) schickt. Die Suchergebnisse werden in einem gewuenschten Format per E-Mail an den Such-Auftraggeber gesandt. Der GENSERV-Dienst ist kostenlos, aber nicht umsonst. Wer in der Datenbank for- schen will, muss als einmaligen "Einstandspreis" selbst mindestens eine GEDCOM- Datei eingereicht haben. Das GENSERV-Projekt ist also ein Versuch zur kooperati- ven Nutzung moderner Datenbank- und Netz-Technologie. Die GENSERV-Idee stammt von Cliff Manis, der den Server auch verwaltet. Die Software stuetzt sich auf das genealogische Programm LifeLines und dessen Datenbank. (LifeLines ist ein "genealogisches Programm der zweiten Generation"). GENSERV startete im Oktober 1991 und laeuft auf einem Intel 486/50 unter UNIX, in San Antonio, Texas. Im Maerz 1994 hatte der Server 360.000 Namen in den GEDCOM-Daten, mit stark steigender Tendenz. Eine Kurzdokumentation zu GENSERV erhalten Sie auch ohne Vorbedingungen, wenn Sie eine E-Mail an die folgende INTERNET-Adresse von GENSERV schicken: GENSERV@csf.com Der Text der E-Mail muss aus folgender Zeile bestehen (in Kleinbuchstaben (!), ausser bei Ihrer eigenen INTERNET-Adresse): send request.info to meineadr Statt des Wortes "meineadr" schreiben Sie bitte Ihre eigene INTERNET-Adresse. Endbetrachtung ___----------- Es gibt weitere interessante Projekte, ueber die wir uns vielleicht ein andermal unterhalten koennen, wenn die Vernetzung bei uns etwas weiter gediehen ist. Woher kommt eigentlich der schleppende Einsatz von Datenverarbeitung und Ver- netzung in unserer Heimat? Liegt es an den Forschern selber, oder daran, dass un- sere genealogischen Vereine ihre Mitglieder fuer diese andere Art des Forschens wenig vorbereiten und noch weniger bei den ersten eigenen Schritten unterstuet- zen? Selbst bei Vergangenheitsforschern sind Investitionen in die Zukunft die besten. Wer heute seine Routine-Forschungsarbeit noch mit Papier und Feder erledigt, riskiert, dass er sie spaeter, beim Uebergang zur vorteilhafteren elektronischen Datenverarbeitung, zum Teil noch einmal vollziehen muss. Wer weiterhin ohne Ausnuetzung von elektronischen Kommunikationsnetzen forschen will, laesst maechtige, (Lebens-)Zeit und Geld sparende Werkzeuge ungenutzt. Horizonte liegen dort, wo Sicht oder Anschauung ihre Grenzen finden. Was jen- seits des Horizontes liegt, bleibt uns fremd, solange wir unseren Gesichtskreis nicht weiten koennen oder wollen. Meine Netzadressen: FIDO-Netz: Ewald Keil, 2:246/1401 Internet: Ewald_Keil@ccwn.fido.de